Anthony Braxton präsentiert mit "20 Standards 2003" eine beeindruckende Sammlung von Jazz-Klassikern, die er auf einzigartige Weise interpretiert. Der Free Jazz und Avantgarde-Künstler, bekannt für seine experimentelle Herangehensweise, nimmt sich 20 bekannte Jazz-Standards vor und verpasst ihnen seinen unverwechselbaren Stempel. Die Aufnahmen, die 2005 auf dem Label Leo Records erschienen, umfassen eine beeindruckende Spielzeit von über vier Stunden und 58 Minuten.
Braxton, ein Pionier des modernen Jazz, zeigt auf diesem Album seine Vielseitigkeit und sein tiefes Verständnis für die Jazz-Tradition. Von "All The Things You Are" bis "Serenity" spannt er einen weiten Bogen durch das Repertoire des Jazz, wobei er jeden Titel mit seiner typischen experimentellen Note versieht. Seine Interpretationen sind sowohl respektvoll gegenüber den Originalkompositionen als auch innovativ und herausfordernd.
Die Tracklist liest sich wie ein "Who's Who" der Jazz-Standards, darunter Klassiker wie "Take Five", "Moonlight in Vermont" und "Blue Rhondo ala Turk". Braxtons Ansatz ist dabei nicht nur eine Hommage an die großen Komponisten des Jazz, sondern auch eine Einladung an die Zuhörer, die Grenzen des Genres neu zu entdecken. Seine Spielweise ist technisch brillant und gleichzeitig tief emotional, was "20 Standards 2003" zu einem faszinierenden Hörerlebnis macht.
Dieses Album ist ein Muss für jeden Jazz-Enthusiasten und bietet sowohl für Kenner als auch für Neulinge eine reiche Quelle der Inspiration. Braxtons Fähigkeit, Tradition und Innovation zu verbinden, macht "20 Standards 2003" zu einem zeitlosen Werk, das die Vielfalt und Tiefe des Jazz zeigt.