Alexander Borodin war ein vielseitiges Genie des 19. Jahrhunderts, das die Welt der klassischen Musik, der Chemie und der Medizin gleichermaßen prägte. Geboren am 12. November 1833 in Sankt Petersburg, entstammte er einer adligen Familie und zeigte früh eine außergewöhnliche Begabung für Musik und Naturwissenschaften. Als Komponist hinterließ er unvergängliche Werke wie die berühmte "Ritter-Sinfonie" und die "Polowetzer Tänze" aus der Oper "Fürst Igor", die bis heute zu den Höhepunkten des klassischen Repertoires zählen. Neben seiner musikalischen Karriere war Borodin ein renommierter Chemiker und Arzt, der als Professor für organische Chemie an der Universität St. Petersburg lehrte und bedeutende wissenschaftliche Beiträge leistete. Sein Leben, das sich zwischen Labor und Konzertsaal abspielte, macht ihn zu einer faszinierenden Figur, deren Werke und Entdeckungen noch immer faszinieren.