Jimmy Giuffre, ein amerikanischer Multi-Holzbläser und Komponist, der 1921 geboren wurde, ist bekannt für seine künstlerisch bedeutsamen Versuche, die Improvisationspraxis im Jazz zu bereichern. Seine 1998 erschienene "Western Suite" ist ein faszinierendes Beispiel für seine innovative Herangehensweise an den Jazz. Das Album, das unter dem Label CoolNote veröffentlicht wurde, vereint Elemente des Cool Jazz und Free Jazz und bietet eine einzigartige Klangwelt, die sowohl traditionelle als auch experimentelle Töne erklingen lässt.
Die "Western Suite" besteht aus vier Teilen: "Pony Express", "Apaches", "Saturday Night Dance" und "Big Pow Wow". Diese Stücke sind inspiriert von der Weite und Wildnis des amerikanischen Westens und bieten eine musikalische Reise durch verschiedene Stimmungen und Atmosphären. Die Suite wird ergänzt durch die Stücke "Topsy" und "Blue Monk", die ebenfalls Giuffres vielseitiges Talent und seine Fähigkeit zeigen, verschiedene Jazzstile zu meistern.
Die Besetzung des Albums ist beeindruckend und umfasst Milt Bernhart an der Posaune, Al Hendrickson an der Gitarre, Joe Mondragon am Bass und Shelly Manne am Schlagzeug. Die Kombination dieser talentierten Musiker mit Giuffres virtuoser Spielweise auf Oboe, Tenorsaxophon, Klarinette und Bassklarinette schafft eine reichhaltige und dynamische Klanglandschaft.
Mit einer Spielzeit von 37 Minuten ist die "Western Suite" ein kompaktes, aber intensives Hörerlebnis, das die Grenzen des Jazz erweitert und gleichzeitig die traditionellen Wurzeln des Genres ehrt. Dieses Album ist ein Muss für jeden Jazzliebhaber, der die experimentelle und innovative Seite des Genres erkunden möchte.